33 Minuten

Und jetzt wieder 33 Minuten Musik ohne Werbung
tönte es gerade im Autoradio. 33 Minuten Dummbratzen-Hip-Hop am Stück. Könnt ihr nicht wieder Werbung spielen? Danke! Es müsste mal das Web-Autoradio erfunden werden:
  • Scanne Umgebung nach offenen oder WEP-"veschlüsselten" WLANs
  • (Optional: Hacke WEP WLAN)
  • Verbinde zu Streaming-Server
  • Bei Verlassen des Emfangsbereichs verbinde zu nächstem WLAN und erneut zu Streaming-Server
  • Handover natürlich für die Anwendung nicht spürbar
Dem Leerlaufen des Puffers könnte man notfalls mit zügiger Fahrweise entgegenwirken. Sucht niemand gerade ein interessantes Diplomarbeitsthema?

Kategorien: Alltagswahnsinn
Datum: 2008-09-30 13:03:08

Sidux Ουρέα am Start

Am Montag, also genau vor drei Tagen, wurde die neue, vierteljährlich erscheinende Version der Linux-Distribution meiner Wahl namens Sidux, Codename "Ουρέα" (ourea) veröffentlicht, der mein kleiner Fan-Beitrag gewidmet ist. Seit etwa 1 1/2 Jahren nutze ich die 64-bit Variante der auf Debian "Sid/Lenny" basierenden Distribution und mir scheint, ich hätte unter tausenden unterschiedlichen Projekten am Ende das perfekte Linux für mich entdeckt.

Was macht es für mich perfekt?

Schwierige Frage. Sidux erfüllt schlicht sämtliche Anforderungen, die ich an ein Betriebssystem bzw. Software stelle:
  • Stabilität (trotz unstable/testing Software)
  • Schnörkelfreiheit (kein Klickibunti, wo es nicht hingehört)
  • Aktualität (eben der unstable/testing Zweig der Debian Repositories)
  • Kein Anspruch der Entwickler, Windows-Nutzer zufriedenzustellen und
  • eine kleine, aber feine, reaktionsschnelle Community im Hintergrund
Der Begriff "Stabilität" ist im Zusammenhang mit unstable-Software natürlich widersprüchlich und bedarf einer Neudefinition. Aber ich betreibe ja auch kein hochverfügbares Serversystem. Wirft man hin und wieder einen Blick auf die Sidux Webseite und beachtet die Upgrade Warnings, so lassen sich kleinere, unvorhergesehene Pannen beim dist-upgrade leicht vermeiden und das System steht in Sachen Stabilität sowie Integrität keiner apt-paketverwaltungsbasierten Linux-Distribution nach. Allgemein schaffen die Sidux-Entwickler, durch zusätzliche Hard- und Software-Unterstützung sowie aufmerksame Qualitätskontrolle bezüglich den Debian-Softwarepaketen, mit Sidux den Brückenschlag zwischen Entwicklerspielwiese und produktiv einsetzbarem Endbenutzer-Desktop. Als Desktop-Umgebung kommt standardmäßig KDE 3.5.9/3.5.10 zum Einsatz. Für Desktop-Puristen gibt es auch eine XFCE-Variante, die ich jedoch noch nicht angeschaut habe. Aber wie bei jeder gut gepflegten Linux-Distribution ist die voreingestellte Desktop-Umgebung unerheblich und lässt sich mit wenigen Schritten nach Belieben durch den eigenen Favoriten austauschen. Ουρέα bringt den Kernel 2.6.26.5 mit und bietet somit Unterstützung für die meisten Netbooks, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Aber per hauseigenem Wartungsskript smxi ist die (De-)Installation neuer Kernel ohnehin kein Hexenwerk. Weitere Neuerungen können den Release-Notes entnommen werden. Abschließend kann ich jedem Linux-Nutzer, der noch auf der Suche nach der auf ihn zugeschnittenen Distribution ist, ans Herz legen, Sidux einmal auszuprobieren. Das Live-System ermöglicht das Hineinschnuppern, ohne irgendeinen Installationsaufwand. Neulinge und abtrünnige Windows-Benutzer sollten sich vielleicht zuerst einmal mit Ubuntu und Konsorten anfreunden und dort auch ein wenig hinter die Kulissen schauen. Man sollte schon einigermaßen wissen, wie Linux "tickt". Danach wird die Freude an Sidux umso grösser sein.

Kategorien: Software
Datum: 2008-09-25 13:03:08

Chrome für Linux (und OS X)

Die Nachwehen des Google Chrome Beta Hypes sind noch nicht ganz abgeklungen, da kündigt sich schon die erste artverwandte Perversion an: Chrom(ium) für Linux und OS X via CrossOver/Wine. Endlich kann ich meinem Linux-System, schon vor der eigentlichen Veröffentlichung einer Linux-Version des Browsers, eine eindeutige Nummer zuweisen, die nicht auf direkterem Wege in die Datenbank meines Vertrauens gelangen könnte. Danke Codeweavers, danke Hype-Maschine! Ich werde mir auch überlegen, mein Auto abzumelden, um mir einen mit vier PARAGRAF und Peilsender bestückten Jetski für die Straße zuzulegen. Die Fahrwerte sind bestimmt grandios, man wüsste immer, wo ich gerade bin und ich wäre endlich wieder total hip!

Kategorien: Datenschutz, Software
Datum: 2008-09-16 13:03:08

Chuck Norris Facts

Wenn etwas aussieht wie Hühnchen, riecht wie Hühnchen, schmeckt wie Hühnchen und Chuck Norris sagt es ist Rind - dann ist es verdammt nochmal auch Rind!
Eine Weile ist's bereits her, dass ich von Chuck Norris Facts das letzte Mal Lachbauchkrämpfe bekommen hatte. Umso mehr freue ich mich über das, neben dem amerikanischen Original, nette deutsche Webzwonull-Projekt, dem der Autor jüngst eine eigene Domain spendierte. Versteht sich von selbst, dass ich da eine Ausnahme machen und meinen Feedreader, trotz chronischer Überfüllung, um diesen Feed erweitern musste. Getreu dem CNF
Chuck Norris does not sleep. He waits.
warte ich mal ab, was sich da noch so tut.

Kategorien: Netzkultur
Datum: 2008-09-15 13:03:08

Psi 0.11 und OTR

Portiert von gelbersprudel.de - 07.04.2008
Man glaubt es kaum, aber mittlerweile häufen sich Instant-Messenger Teilnehmer in meinem Bekanntenkreis - selbst solche die krampfhaft an ICQ festhalten - die sich bezüglich Verschlüsselung nicht mehr ganz so beratungsresistent zeigen oder sich gar aus eigenen Zügen von Klartextübermittlung im Netz abwenden.
Leider ist die Einstiegshürde der asymmetrischen Kryptologie relativ hoch und somit besitzen die wenigsten ein PGP/GnuPG-Schlüsselpaar, geschweige denn einen Nicht-XMPP-Messenger, der PGP-Verschlüsselung unterstützt.

Als Alternative zu GnuPG/PGP macht sich zunehmend das symmetrische OTR- (Off-The-Record) Verfahren einen Namen, das speziell für Instant-Messaging entwickelt wurde.

Anders als bei PGP, werden die Datenpakete nicht mit einer eindeutig zuordenbaren Signatur versehen, wodurch Absenderanonymität gewährleistet werden kann. Das bedeutet, allein auf Grund eines vorliegenden Datenpakets kann nicht schlußgefolgert werden, von wem dieses gesendet wurde.
Wie OTR genau funktioniert, darüber möchte ich in Kürze einen ausführlicheren Artikel schreiben. Schließlich kann man den Nachwehen der Krypto-Diplomprüfung auch noch etwas positives abgewinnen und informatives daraus produzieren.

Leider hält sich die Auswahl der Messenger mit OTR-Unterstützung, sei es nativ oder via Plugin, noch in Grenzen. Mein Favorit Psi kam bzw. kommt ohne native Unterstützung daher, selbst die langersehnte Plugin-Schnittstelle ist selbst im aktuellen SVN-Trunk noch nicht vollständig implementiert. Darüber hinaus sind, laut Foreneinträgen, die Core-Entwickler nicht sehr an der Implementierung von OTR interessiert. Daher hat Timo Engel das Zepter selbst in die Hand genommen.

Damit Psi nun OTR spricht, bedarf es einem Patch, der Psi um die Plugin-Schnittstelle bereichert. Hierzu bediene man sich entweder des gepatchten Quellcodes, den bereits gebauten inoffiziellen Debian-Packages, oder man patcht den aktuellen SVN-Trunk selbst (was mir mit vorliegendem Patch leider nicht gelingt).
Ich hatte mich für den gepatchten Quellcode entschieden, da die verfügbaren Packages der Version 0.11-1 noch einen Bug enthalten, der die Eingabe des PGP-Mantras verhindert.
Zuerst gilt es also, den Bug zu eliminieren. Dazu muß in der Datei src/passphrasedlg.cpp lediglich eine Zeile geändert werden:

--- src/passphrasedlg.cpp       (revision 856)
+++ src/passphrasedlg.cpp       (working copy)
@@ -34,7 +34,7 @@
 void PassphraseDlg::promptPassphrase(const QString& name)
 {
        setWindowTitle(tr("%1: OpenPGP Passphrase").arg(name));
-       resize(minimumSize());
+       resize(minimumSizeHint());
 }
 
 QString PassphraseDlg::getPassphrase() const

Danach gehts ans Vorbereiten des Kompiliervorgangs. Nach einem erfolgreichen
./configure
was das Vorhandensein aller benötigter Entwickler-Bibliotheken (Qt 4 etc.) voraussetzt, müssen zwei Zeilen der Konfigurationsdatei conf.pri, die eben durch den configure-Aufruf erstellt wurde, um folgende Einträge ergänzt werden:
DEFINES += PSI_PLUGINS
CONFIG += psi_plugins
Mit einem abschließenden
make
make install
sollten nun die Binaries gebaut und installiert werden.
Sofern beim Kompilieren alles glatt gelaufen ist, sollte man in Psi nun unter Options einen neuen Menüpunkt namens Plugins finden, mit Hilfe dessen OTR konfiguriert werden kann.

Mehr Lesenswertes über verschlüsseltes Instant-Messaging (PGP und OTR) mit anderen Messengern (Pidgin,Kopete,Trillian) und deren Konfiguration hat bereits Annika in aller Ausführlichkeit im FreiheIT-Blog geschrieben.


Datum: 2008-09-02 13:03:08

Tach auch!

Nachdem mein alter Provider mir nichts dir nichts von der Bildfläche verschwunden ist, musste ich mich erstmal neu grundversogen mit neuem (V-)Server und Weblog. Ebenso geht's nicht mehr ohne eigenen Jabber-Server. Die öffentlichen Jabber-Server bieten meist nicht die Fülle an Transports, die ich benötige.

Am ärgerlichsten ist, dass meine bisherigen Domains erstmal festsitzen, sprich, mein alter Provider stimmt den Domain-Transfers nicht zu. Bis ich die via Denic zwangstransferieren kann, dauerts wohl noch ein bisschen. Aber immerhin hatte ich dadurch etwas Muße, mir einen echt feinen neuen Domainnamen auszudenken. Da lohnt sich doch glatt die etwas höhere Jahresgebühr, die eine .at-Domain für Nicht-Ösis kostet. :D

Soviel mal zur Blog-Entjungferung.

Kategorien: Alltagswahnsinn
Datum: 2008-09-01 13:03:08