Ich leite in Zukunft auch jegliches Vergehen selbsternannter Freizeitsheriffs an den Rest der Welt weiter. Vielleicht spendiere ich ihnen sogar eine eigene Rubrik inklusive Flickr Gruppe. Bekäme vielleicht den selben Unterhaltungswert wie die "Draußen nur Kännchen"-Kollektion.
Heutzutage wird das etwas anspruchsvollere Ohr und Auge nur noch selten stimuliert. Die Massenmedien beballern das Publikum mit audiovisuellen Exkrementen. Hauptsache schnell produziert, hauptsache derb, hauptsache klingeltonkompatibel. Mit dieser Meinung gehöhre ich laut Statistik zwar, wie so oft, einer Minderheit an, aber glücklicherweise habe ich Mitstreiter.
Umso mehr erfreut man sich dann wieder an echter Kunst. Man bekommt sie zwar nicht mehr frei Haus serviert, aber Web-Zwo-Null sei Dank hat man die Möglichkeit, sich von genialen, begabten Menschen begeistern zu lassen.
Die Kunst des Beatboxing assoziiert man hierzulande, zu Unrecht, zuerst mit HipHop. Daher fehlte mir dazu bisher irgendwie der Zugang - die Kunst, mit dem Mund interessante Geräusche zu produzieren in allen Ehren. Aber es geht auch anders. Kid Beyond ist dafür ein grandioses Beispiel. Der Beatboxer arbeitet mit in Echtzeit aufgenommenen Loops (live looping), die er anschließend sofort, mit dem richtigen Timing, wieder ablaufen lässt. So ist es ihm zum Beispiel möglich, zu seiner eigenen (genialen!) Stimme eine Zweit- oder Drittstimme zu singen, quasi x Tonspuren zu produzieren und parallel abspielen zu lassen. Das ganze ohne mofo phat ghetto hip hop Idioten-Gebrülle. Das Video könnte ich mir den ganzen Tag anschauen. Nie klang Portisheads "Wandering Stars" so - man verzeihe mir die Wortwahl - GEIL! ^_^
Weblogs bestehen für gewöhnlich, unabhängig von ihrem durch verschiendenste Templates angepassten Layout, aus folgenden grundlegenden Komponenten: Einem Hauptmenü mit der groben Struktur des Weblogs (Home, Impressum, Kontakt etc.), der Kategorienliste, dem Archiv, eventuell einer Tag-Cloud und natürlich dem Hauptbereich, in dem die Artikel gelistet werden. Bei expliziter Blog-Software wie Wordpress oder Serendipity muß man sich um das Vorhandensein bzw. die Darstellung dieser Komponenten in der Regel keine Sorgen machen.
Drupal ist jedoch ein ausgewachsenes Content Management System (CMS), mit einer ganz eigenen Philosophie bezüglich der Strukturierung und Organisation. Das sogenannte Taxonomie-System ist ein mächtiges, zentrales Konstrukt, das schier unbegrenzte Flexibilität gewährleistet. Auch ein Weblog lässt sich mit Drupal relativ einfach durch das Aktivieren eines Moduls realisieren. Jedoch fehlt zunächst die Möglichkeit, mit einem Klick einen Block ins Layout zu zaubern, der die definierten Kategorien ausgibt. Hierzu liefert aber das Taxonomie-System die nötige Funktionalität.
Mit Hilfe des Mini-Tutorials von Tobias Bähr, habe ich mir zunächst eine Liste meines Kategorien-Vokabulars erstellen lassen. Da ich noch die Anzahl der mit der jeweiligen Kategorie verknüpften Artikel ausgeben lassen wollte, habe ich Tobias' Code-Snippet noch um die Funktion taxonomy_term_count_nodes($tid) ergänzt:
<?php$vid=2; /* <---- hier kommt die Vokabular-ID hin */$terms= taxonomy_get_tree($vid);
print"<ul>";
foreach($termsas$term){print"<li>".l($term->name,'taxonomy/term/'.$term->tid,array('title'=>$term->name))." (".taxonomy_term_count_nodes($term->tid).")</li>";
}/* end foreach */print"</ul>";
?>
Seit heute hat die Horber Initiative für Lärmschutz (kurz HIL) endlich wieder eine funktionierende Website.
Ausgerechnet, als die Initiative Ende August 2008 in der Lokalpresse so richtig Schlagzeilen machte, verabschiedete sich die Website beziehungweise der Server, auf dem sie, ebenfalls wie dieses Weblog, untergebracht war. Die Domain "laermschutz-horb.de" ist nach wie vor durch den alten Verwalter blockiert. Daher habe ich erst einmal die Alternativ-Domain "laermschutz-horb.org" registriert. Über die .de-Domain kann ich hoffentlich bald wieder verfügen. So ein Providerwechsel ist und bleibt einfach immer ein ganz besonderes Abenteuer im Dienstleistungsmusterland.
Leider passierte das Malheur vor dem ersten Backup der bisher veröffentlichten Artikel. Deshalb sieht die Seite noch etwas leer aus. So nach und nach wird das Informationsdefizit aber wieder behoben.
Du wurdest just dazu auserkoren, diesen Artikel zu kommentieren!
Ja genau du! Keine Lust?
Naja, wie auch immer. Irgendwie mußte ich das etwas altbackene, aber dennoch immer wieder mal auftauchende Wörtchen in einen Kontext bringen.
Nur - wie lautet eigentlich der Infinitiv von erkoren (Partizip II)?
Ich bin mir sicher, den noch nie gehört, geschweige denn irgendwann gelernt zu haben. Also Augen auf, Denkapparat an...
Was in den 80ern Fuchsschwanz und angeflanschter, schwarzer Plastikspoiler war, ist heute definitiv das LED Tagfahrlicht. Der Unterschied: Die heutige Version des Ego-Boosters macht ihrem Besitzer alle Ehre... sie blendet!
Wird das Tagfahrlicht zu vorbestimmtem Zwecke eingesetzt, also tagsüber als sicherheitsrelevanter Eyecatcher im Straßenverkehr, ist dem nichts entgegenzusetzen. Es erfüllt seinen Zweck.
Nachts mutiert die Beleuchtung allerdings zum erheblichen Störfaktor. Das meist mit Xenon-Scheinwerfern kombinierte Leuchtfeuer brennt dem ihm ausgesetzten Verkehrsteilnehmer fast ein Loch in die Netzhaut. Zumindest empfinde ich das so. Und ich bin weder Brillenträger noch nachtblind.
Dagegen wirken eingeschaltete Nebelscheinwerfer ohne Nebel wie romantischer Kerzenschein. Mit dem Unterschied, dass es dafür schon ein nettes Absätzchen im Bußgeldkatalog gibt.
Also liebe Regulierungsfanatiker, hier könntet ihr euch mal sinnvoll austoben: (Xenon-)Abblendlicht oder gar Fernlicht plus Tagfahrlicht gefährdet sowohl die Gesundheit als auch die Verkehrsunfallsstatistik.
Ließ die "Blinkenlights" Installation des CCC am Berliner Haus des Lehrers im Jahre 2001 (8 Stockwerke mit je 18 Fenstern) bereits die Herzen vieler Elektrosmogjünger höher schlagen, so setzt die Projektgruppe dieses Jahr - nach der "Arcade" Installation 2002 in Paris, 20x26 Fenster - erneut einen drauf.
Als Screen für die dritte Blinkenlights Version namens "Stereoscope" dient dieses Mal das Rathaus von Toronto mit zwei Gebäuden und insgesamt 960 Pixeln, pardon, Fenstern. Jede Fensterbeleuchtung läßt sich erstmals drahtlos ansteuern und beherrscht darüber hinaus 16 Helligkeitsstufen.
Die beiden knapp 80 und 100 Meter hohen Gebäudekomplexe haben jeweils einen halbmondartigen Grundriss und gruppieren sich um einen muschelförmigen Plenarsaal in deren Mitte. Dadurch entsteht im wahrsten Sinne eine den Betrachter umschließende Oberfläche, quasi ein 3D Bildschirm. Im Rahmen der "Nuit Blanche" feierte Stereoscope Premiere und sorgte in der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober 2008 für einen audiovisuellen Augeschmaus. Die Musik zur Lichtkunst lieferte die deutsche Band Kraftfuttermischwerk. Stereoscope wird noch bis 12. Oktober 2008 die Nacht erhellen. Wie immer haben die Zuschauer die Möglichkeit, via Mobiltelefon Pong und andere Oldschool Arcade Games zu spielen oder selbst erstellte Animationen darstellen zu lassen. Auf der Projektwebseite kann das Spektakel via Live Video Stream verfolgt werden.
Aber genug getextet - sehet und staunet: